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Rot-grüne Stärke in den Ländern, Teil III: Schleswig-Holstein

SH

Es ist interessant, diese Zahlen mit dem Ergbenis der Landtagswahl 2009 zu vergleichen, die zeitgleich zur Bundestagswahl stattfand: Damals erreichte die CDU 31,5%, SPD 25,4%, FDP 14,9%, Grüne 12,4%, Linke 6,0%, SSW 4,3%. In der aktuellen Umfrage schneiden Union und FDP 6,4% schlechter ab als 2009, SPD und Grüne 8,2% besser.

Teil I: Hessen. Teil II: NRW.

157 Tage zur Hessen-Wahl: Wechselstimmung!

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… und wieder einmal helfen die guten Umfragewerte von Angela Merkel der Landes-Union nicht.

Veränderungen zur Landtagswahl 2009: CDU -1%, SPD +9%, Grüne +2%, FDP -11%, Linke -1%.

Beliebtester Landespolitiker ist Tarek Al-Wazir (Grüne) mit +1,0 auf einer Skala von +5 bis -5. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) erreicht nur +0,6, SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel +0,5, der FDP-Vorsitzende Jörg-Uwe Hahn schwache -0,4.

Bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten würden sich 40% für Bouffier entscheiden, 36% für Schäfer-Gümbel. Das ist kein schlechter Wert für den Herausforderer. Zum Vergleich: Bei der niedersächsischen Landtagswahl im Januar lag Stephan Weil noch deutlicher zurück (Weil 34%: McAllister 50%) und gewann doch.

Schlägt die FDP ihre Umfragezahlen?

In den Medien wurde in der letzten Woche mehrfach darauf hingewiesen, dass die FDP bei den letzten Wahlen in NRW und Schleswig-Holstein ihre Umfragezahlen deutlich übertreffen könnte. Tatsächlich lagen die Liberalen dort am Ende 3,1% bzw. 1,9% über dem Schnitt der Umfragen, die 10 Tage oder weniger vor der Wahl veröffentlicht wurden. Aber wie repräsentativ sind diese Beispiele? Ein systematischerer Blick auf die Zuverlässigkeit der Wahlumfragen bei den Landtagswahlen zeigt, dass es sich wohl eher um Rosinenpickerei handelt:

Anders als in NRW und S-H wurden die Liberalen in den meisten Wahlumfragen etwas überbewertet. Im Durchschnitt haben sich die Umfragen – trotz zum Teil erheblicher Streuungen in den Einzelergebnissen (vgl. z.B. CDU NRW 2012) – bei allen Parteien als sehr verlässlich erwiesen.

5 Tage bis zur Niedersachsenwahl – es wird spannend!

Vier neue Umfragen in den letzten Tagen ergeben folgenden neuen Schnitt (Vergleich zur Vorwoche):

CDU 39,5 (-0,1)
FDP 4,9 (+1,0)
SPD 32,6 (-0,2)
Grüne 13,4 (+0,5)
Linke 3,8 (+0,3)
Piraten 3,0 (-0,9)

Rot-Grün: 46
Schwarz-Gelb: 44,4

Mit der zunehmenden Wahrscheinlichkeit eines Wiedereinzugs der FDP würde nun schon ein Swing von 0,9% hin zu Schwarz-Gelb für die Bestätigung der Landesregierung genügen. (Vorwoche: 3,4%)

Die neuen FDP-Umfragewerte und ein Abrutschen der Piraten an den Wahlbörsen führen zu einer Annäherung der Zahlen von Umfrage-Instituten und Börsianern: An den Wahlbörsen erreicht die CDU nun im Schnitt 37,5, die SPD 32,0, Grüne 12,7, FDP 5,6, Linke 4,3, Piraten 4,7 (https://boerse.prognosys.de/markt/ltw-ni-2013; http://eix.handelsblatt.com/). Rot-Grün 44,7, Schwarz-Gelb 43,1.

Blick nach Norden: 11 Tage bis zur Niedersachsenwahl

Infratest-dimap lieferte die erste Niedersachsen-Umfrage des neuen Jahres, die sich auf den Umfrageschnitt aber nur geringfügig auswirkt:

CDU            39,6 (-0,4)
FDP              3,9 (+0,2)
SPD            32,8 (+0,5)
Grüne        12,9 (-0,8)
Linke            3,5 (+0,2)
Piraten         3,9 (+0,2)

Geht es nach den Umfragen, können wir also mit einem Dreiparteienparlament rechnen und mit einer ausreichenden rot-grünen Mehrheit (Swing 3,4%, unverändert).

Und die Wahlbörsen? Zeigen nach wie vor ein ganz anderes Bild mit einer schwächeren Union (37), FDP (5,5) und Piraten (5,1) im Parlament, und leicht schwächeren Grünen (12,4) und Sozialdemokraten (32,4). Ergibt fünf Parteien im Landtag und eine schwierige Regierungsbildung.

Blick nach Norden: 38 Tage bis zur Niedersachsenwahl

Nach Verschickung des letzten Countdown zur Bundestagswahl hat die FGW ihre neuen Niedersachsen-Zahlen veröffentlicht. Damit gibt es jetzt genug aktuelle Umfragen um auch hier einen aussagekräftigen Schnitt zu bilden:

CDU 40, FDP 3,7, SPD 32,3, Grüne 13,7, Linke 3,3, Piraten 3,7 = ein Dreiparteienparlament mit deutlicher rot-grüner Mehrheit, Swing 3,4%.

Mehr Spannung verheißen die Wahlbörsen von Tagesspiegel (https://boerse.prognosys.de/markt/ltw-ni-2013) und Handelsblatt (http://eix.handelsblatt.com, Registrierung notwendig!) mit CDU 36-37, FDP 6, SPD 33, Grüne 12-13, Linke 4, Piraten 5 – fünf Parteien im Landtag, keine rot-grüne Mehrheit. Der 20.01. wird zeigen wer Recht behält.

Blick nach Norden: 45 Tage bis zur Niedersachsenwahl

Umfragen zur Landtagswahl sind rar.  Die aktuellste wurde von GMS im Auftrag der Landes-CDU erstellt und zeigt folgende Werte (mit Veränderung zur LTW 2008): CDU 41% (-2), FDP 4% (-4), SPD 32% (+2), Grüne 13% (+5), Linke 3% (-4), Piraten 4%; bei einem gleichmäßigen Swing könnten SPD und Grüne 2,2% nachgeben, ohne die eigene Mehrheit zu verlieren.

Die letzte Umfrage von Infratest ist schon einen Monat alt. Deshalb nehme ich eine kleine Anpassung an den seither bei Infratest feststellbaren Bundestrend vor (CDU & SPD -1, Grüne +1). Das Ergebnis:  CDU  40, FDP 3, SPD, 33, Grüne 14, Linke 3, Piraten 3. Swing: 3,9%.

Die Umfragen sehen übereinstimmend ein 3-Fraktionen-Parlament mit mehr oder weniger knapper rot-grüner Mehrheit. Ganz anders die Wahlbörsen von Tagesspiegel (https://boerse.prognosys.de/markt/ltw-ni-2013) und Handelsblatt (http://eix.handelsblatt.com, Registrierung notwendig!): CDU 36/35, FDP 6/6, SPD 33/32, Grüne 12/13, Linke 4/4, Piraten 5/5 – fünf Parteien im Landtag, keine rot-grüne Mehrheit. Auffällig sind das relativ schlechte Abschneiden der CDU und die durchgängig besseren Werte für die kleineren Parteien. Eine Erklärung könnte idealistisches oder strategisches Marktverhalten der Anhänger von FPD und Piraten sein. Oder aber die Marktteilnehmer sind – wie bei manchen Wahlbörsen der Vergangenheit – einfach näher dran an der Stimmung im Land als die Umfrageinstitute. Der 20.01. wird zeigen wer Recht behält.