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Blick zurück: 150 Tage zur Bundestagswahl

Wie sah Umfragelage zu diesem Zeitpunkt vor den letzten Bundestagswahlen aus?

2009 hatten Union (36,1%) und FDP (14,1%) eine absolute Mehrheit im Umfrageschnitt. SPD (25,9%) und Grüne (9,7%) waren abgeschlagen. Bis zum Wahltag verloren beide Seiten noch knapp 2 Prozentpunkte.

Auch vier Jahre zuvor ließen die Umfragen 150 Tage vor der Wahl einen Kantersieg von Schwarz-Gelb erwarten, mit sensationellen 46% für die Union. Doch sollten CDU/CSU bis zum Wahltag noch knapp 11% verlieren, die SPD, von 27,9% kommend, über 6% zulegen.

Und auch 2002 lagen die Christliberalen 150 Tage vor der Wahl deutlich vorn, mit zusammen 48% gegenüber 42% für die Regierungsparteien. Bie zur Wahl gewannen SPD und Grüne 5% dazu, Union und FDP verloren zusammen 2%.

Fazit: Umfragen 150 Tage vor der Wahl sagen noch wenig über den Wahlausgang aus. Alle Parteien haben noch eine Menge zu gewinnen oder zu verlieren.

Blick zurück: 200 Tage vor der Bundestagswahl

200 Tage vor der Bundestagswahl braucht Rot-Grün einen Swing von 2,7% für eine eigene Mehrheit. Ein Blick auf die letzten Bundestagswahlen zeigt, dass ein solcher Swing durchaus möglich ist.

2009 gab der Umfrageschnitt Anfang März der CDU 34,8 (Wahlergebnis: 33,8), der FDP 15,6 (14,6). Schwarz-Gelb verlor bis zum Wahltag noch 2%, rettete aber eine knappe Mehrheit.

2005 lag die CDU zu dieser Zeit bei 40,7 (35,2), die FDP bei 7,1 (9,8). Schwarz-Gelb gab bis zur Wahl noch 2,8% ab.

2002 schließlich büßte Schwarz-Gelb in den letzten 200 Tagen bis zur Wahl noch 2,9% ein: CDU 39,8 (38,5), FDP 9,0 (7,4). Gerhard Schröder blieb Kanzler.

Fazit: Umfragen 200 Tage vor der Wahl sagen wenig über den Wahlausgang aus. Aber bei den letzten drei Bundestagswahl schwächelte Schwarz-Gelb in der letzten Wahlkampfphase. Ein Swing in der Größenordnung von 2,7% wäre nicht ungewöhnlich.