Umfrageninstitute zwischen Buddha und Drama-Queen

In den letzten Wochen waren in einigen Umfragen größere Sprünge zu sehen. Dabei fällt auf, dass manche Institute eher stabile Werte liefern, während bei anderen größere Ausschläge an der Tagesordnung sind. Das verdient nähere Untersuchung! Countdown zur Bundestagswahl hat deshalb die Schwankungen der Umfragewerte für Union, SPD, FDP, Grüne, Piraten und Sonstige in den Umfragen seit Anfang November 2012 betrachtet. Der folgende Chart gibt die durchschnittlichen Gewinne (und spiegelbildlichen Verluste) der Parteien pro Umfrage an. In Klammern ist die Zahl der zugrunde liegenden Umfragen genannt.

Hiernach ist die GMS die unbestreitbare Drama-Queen der Umfrageszene, mit Ausschlägen von Plus und Minus 4,2 Prozentpunkten pro Umfrage. Das lässt sich nur teilweise mit dem zeitlichen Abstand zwischen den monatlichen Umfragen erklären. Allensbach und FGW liefern bei einem vergleichbaren Umfrage-Rhytmus deutlich stabilere Werte. Unter den quasi-wöchentlichen Umfragen fällt Emnid durch relative innere Ruhe auf, Forsa eher durch Hektik.

Für diese Unterschiede gibt es sicher methodische Gründe. Rätselhaft scheint dagegen, dass von 134 Umfragen der sieben Institute keine einzige ein unverändertes Ergebnis brachte. Reiner Zufall? Oder ein stummes Anerkenntnis der Tatsache, dass die auftraggebenden Medien  Umfragezahlen mit Nachrichtenwert brauchen?