Neue Grüne: Margit Stumpp

Margit Stumpp, Jahrgang 1963, Ingenieurin und Lehrerin an einer Berufsschule, Platz 15 der Landesliste Baden-Württemberg

Margit_Stumpp

Herzlichen Glückwunsch zur Wahl auf die Landesliste. Wie viel Prozentpunkt brauchst Du für Dein Ticket nach Berlin? In Baden-Württemberg 17%. Mit Ausgleichsmandaten vielleicht auch etwas weniger.

Bundesweit wären das etwa 13%. Welches Thema möchtest Du im Bundestag besonders voranbringen? Die Energiewende! Damit sie gelingt brauchen wir die Akzeptanz der Bevölkerung und geeignete Technik. Außerdem ist mir Chancengleichheit wichtig: im sozialen Bereich, bei der Bildung, aber auch im Verhältnis von Städten und Ländlichem Raum.

Bald ist BDK. Gibt es einen Änderungsantrag, der Dir besonders wichtig ist? Es gibt zum Bereich Energie viele wichtige Anträge. Auch einige von mir. Anträge, die Wege hin zum Atomausstieg bis 2017 aufzeigen, finde ich sehr wichtig. Außerdem müssen wir das EEG zielgerichtet weiter entwickeln. Dazu habe ich im Antrag E-01-102 einen Vorschlag eingereicht.

Welche drei Schlüsselprojekte sind für Dich gesetzt? ”Energiewende vorantreiben” als Kernthema der Grünen. “Ganztagsschulen ausbauen” – das hängt mit meiner Erfahrung als Kommunalpolitikerin, Lehrerin und Mutter zusammen. Und “Freies und schnelles Internet für alle”, weil es ein wichtiges Thema der Zukunftssicherung ist, vor allem im Ländlichen Raum.

Hast Du den Eindruck, dass die Energiewende auch den WählerInnen auf den Nägeln brennt? Das Thema wird bei uns auf der Ostalb sehr kontrovers diskutiert, weil es hier durch die Fortschreibung der Erneuerbare-Energien-Planung konkret wird. Es gibt eine große Verunsicherung durch die Strompreisdebatte und die von der Bundesregierung geplante Ausbaubremse. Das veranlasst manche Windkraftgegner dazu, die Ausbauziele vor Ort in Zweifel zu ziehen. Dem kann man nur mit Sachlichkeit und Geduld begegnen.

In Wahlkampf und Regierung – was können wir im Bund von Baden-Württemberg lernen? Dass es möglich ist, grün und erfolgreich zu regieren, auch wenn das manchmal sehr mühsam ist. Dazu gehört, im Wahlkampf auch gegen den Mainstream aufrichtig zu bleiben und nichts zu versprechen, was man nicht halten kann.

MdB sind auch Arbeitgeber. Fühlst Du Dich auf die Rolle vorbereitet? Ja. 1999 habe ich den Tagesmütterverein im Landkreis Heidenheim mit gegründet. Inzwischen bin ich noch die einzige Gründungsvorsitzende und verantwortlich für 6 Mitarbeiterinnen. Unser Verein ist nicht zuletzt wegen der guten Arbeit dieses harmonischen Teams sehr erfolgreich.

Liebe Margit, danke für das Gespräch und viel Erfolg für den Wahlkampf!