Neue Grüne: Paula Riester

Paula Riester, Jahrgang 1984, Juristin, Platz 5 der Landesliste Berlin

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Glückwunsch zur Wahl auf die Landesliste! Wie viel Wahlprozente brauchst Du am 22.09., um in den Bundestag einzuziehen? Wir brauchen in Berlin ca. 21/22%. Das wird nicht leicht, aber wir kämpfen um jede Stimme!

Was hast Du bisher politisch gemacht? Als Fraktionssprecherin im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg kümmere ich mich vor allem um Umwelt- und Verkehrspolitik vor Ort. Davor war ich lange bei der Grünen Jugend aktiv, u.a. zwei Jahre als Bundessprecherin. Ansonsten mache ich Politik gerne auch auf der Straße – im Wendland gegen Atomkraft, auf Anti-Nazi-Demos oder bei Protesten gegen steigende Mieten.

Welches inhaltliche Thema liegt Dir besonders am Herzen? Flüchtlingspolitik! Mein Ziel ist, dass in diesem Politikbereich endlich Humanität einzieht und wir Menschen willkommen heißen, anstatt ihnen immer vorzuwerfen, dass sie nur wegen der Sozialleistungen kommen.

Wir alle stimmen im Juni über die grünen Schlüsselprojekte für die Bundestagswahl ab. Welche drei Projekte würdest Du in den Mittelpunkt stellen?
- Einbürgerung erleichtern – Willkommenskultur stärken
- Altersarmut bekämpfen – Garantierente auf den Weg bringen
- Die Mieterinnen und Mieter vor Verdrängung schützen – Mietsteigerungen begrenzen

Wie immer die Wahl ausgeht, es wird knapp werden. Was meinst Du: Reicht zur Not eine Stimme Mehrheit zum Regieren? Klar! Mehrheit ist Mehrheit.

MdB sind auch Arbeitgeber – fühlst Du Dich darauf vorbereitet?
Ja. Sowohl in meiner Zeit im Bundesvorstand der Grünen Jugend als auch jetzt in der Bezirksfraktion bin ich Arbeitgeberin. Gleichzeitig bin ich aber auch selbst Arbeitnehmerin, sodass ich beide Seiten gut kenne und hier sicherlich für einen guten Ausgleich sorgen kann.

Du kennst die Grüne Bundestagsfraktion von innen – nicht nur aus Deiner Zeit als Praktikantin bei Bärbel Höhn. Wie ist Dein Eindruck von unserer Arbeit, was könnte die nächste Fraktion besser machen? Mein Eindruck ist, dass 2009 viel frischer Wind in die Fraktion gekommen ist und das gerade dem Umgangsstil sehr gut getan hat. Hier sollte die neue Fraktion ansetzen, Impulse von Neuen ernst nehmen und Dinge auch mal anders machen.